Persönliches

Ich persönlich find es ja immer schön, wenn in so einer Rubrik,
man selber aus der dritten Person Dinge über sich schreibt,
als schrieb dies ein fachlich versierter Kritiker,
der einen dann in höchsten Tönen Lobt, um zu suggerieren wie genial der jeweilige ist. Ich will das mal anders machen und euch erst ein Promo Video zeigen
und anschließend euch wirklich ein paar persönliche Dinge von mir erzählen.

Über mich

Die 90er waren Schuld!

Ich, Nelson Katzer alias Matthias Hermes, geb. 1980 in NRW, Märkische Kreis, war immer schon begeisterter Musik Fan. Bevor ich 1995 zum Clubgänger wurde, hatte ich meine Ohren mit Black & Death Metal beschallt. Da ich immer schon ein Hang zum Extremen besaß, ist es kein Wunder, dass ich nach der Neuorientierung 1995 auf Elektronische Clubmusik, wieder in die ganz harte Ecke tendierte und auch recht zügig dort angekommen bin.
1997, im frisch geborenen Fusion Club Münster, wurde dann aus dem Interessierten, ein Besessener. Bis 2003 hing ich jeden Freitag auf dem Hawerkamp rum und tanzte mir die Seele aus dem Leib. Dazu fing ich an, mich mit den Machenschaften hinter den Decks vertraut zu machen. So wurde 1999 Mezettexx gebohren. Der Sound war ganz klar Schranz, mit einem für damalige Verhältnisse beachtlichen Tempo von 160 bpm. So war ich sehr aktiv dabei, als sich aus dem Technosound die damaligen Schranzszene formte. Ich hab die Anfänge der USB Community miterlebt, die Anfänge angesagter Clubs, wie dem Fusion Club, aber auch die blühenden Glanzzeiten einiger Clublegenden wie dem Stammheim und dem Tor 3. Ich kann zurecht sagen ... "Ich bin vom Alten Eisen"

Zeit für eine Veränderung.

Mit 24 Jahren, also im Jahr 2004, ziemlich mitgenommen durch die exzessive Zeit, hatte ich für mich beschlossen, das Feiern ad acta zu legen. Zu viele Dinge waren passiert, zu viel wurde erlebt, gesehen und gefühlt und zuviel blieb auf der Strecke. Im laufe der Zeit normalisierte sich mein Leben und ging die richtigen Bahnen. Ein anständiger Job in der Sozialarbeit, eine wunderbare Frau und auch 2 tolle Kinder sind meine große Errungenschaft, die ohne den Wandel 2004 nicht möglich gewesen währen. All die negativen Einflüsse haben sich aufgelöst.

Eines jedoch blieb… Meine Liebe zur Musik.

Bis 2010 war für mich der Schranz präsent und das einzige was ich in mein Ohr lies. So hörte ich, fast schon stur, nur das alte Zeug aus meiner aktiven Zeit, da dort die ganzen Erinnerungen verankert waren. Schlussendlich wurde ich dennoch neugierig und erkannte, dass aus dem einst rar vorhandenen extrem harten Teil der Schranz Mukke, eine eigene Stilrichtung erwachsen ist. Der Hardtechno.
Hatte man damals nur 1 oder 2 Tracks dieser Güte in den Sets gehabt aufgrund von Mangel an guten Produktionen, gab es auf einmal eine komplette Branche mit Massen solcher Tracks, mit diesem ganz speziellen Drive. Natürlich kam dies nicht plötzlich, sonder war ein Prozess der 5 – 6 Jahre gedauert hat, aber für mich passierte dies ungemerkt. Daher hatte ich einen richtigen WOW-Effekt Anfang 2010, als ich entdeckte wie die Dinge sich entwickelt hatten. Dies führte dazu, dass ich Nelson Katzer ins Leben gerufen habe. Anfänglich noch gedacht als harte Alternative zu Mezettexx der weiterhin eher sachte unterwegs sein sollte vom Sound.

Gelegentlich können aus suboptimalen Situationen geniale Dinge entstehen.

So würde ich es in einem Satz schildern wenn man mich fragen würde, wie ich dazu gekommen bin so zu mixen, wie ich es halt mache.
Aufgrund der Wohn/-Familiensituation (Equipment stand im Schlafzimmer und Zeit zum Musik machen war nur wenn die Kinder schon schliefen) war ich an das Digitale Mixen und meinen Kopfhörern gebunden. Das macht Mixen auf herkömmlichen Weg natürlich unheimlich schwer, wenn man den Kopfhörer schon benötigt um den gesamten Mix zu hören. Somit war ich gezwungen mich in Traktor der sync-Funktion zu bedienen. Das setzte Voraus, dass man sich im Vorfeld mit den Beatgrids jedes Tracks beschäftigt. Die Zeit, die man im Vorfeld aufwenden musste, hatte positiver Weise für Freiraum während des mixen gesorgt, weswegen ganz schnell ein drittes und viertes Deck dazu gekommen ist. Als optimale Steuereinheit für die Art und Weise wie ich da heran ging, hat sich die APC40 herausgestellt. Die ersten Mixe fanden gleich begeisterte Abnehmer im Netz. Getrieben von den positiven Rezessionen zog ich schließlich alle Register, optimierte diese Art des Mixens, machte mir dies zu eigen und mit dem wachsenden Verständnis,  über konstruktive und destruktive interferenzen bei sich überlagernden Wellen und dem Anwenden, wurde daraus nach und nach, ein ganz eigener und persönlicher Klang. Ergänzt durch benutzen div. Sound-verändernden Plugins, die ich über ein zugeschalteten VST-Host eingeschleift hatte, war mein Setup komplett.
Dieses einzigartige Programm & Controller Setup, welches perfekt auf mein Workflow abgestimmt ist, in Verbindung mit dem Stil der alten Underground-Schule, nicht einfach nur ein Hit nach dem anderen anreihend, sondern suchend nach dem perfekten Setfluss eher auf unbekanntes stimmiges zu setzen und dies über 3 – 4 Decks zu gänzlich neuem zusammen zu setzten, macht diesen energiereichen Sound aus.
Dieser „Unterschied“ zu der schier endlos breiten Masse, der „Laptop“-DJ´s, war für mich Anlass, mich durch die Bezeichnung „Digital-Mixing-Artist“, von der Masse abzugrenzen.

Somit nahmen die Dinge ihren Lauf und wurde quasi aus der Not eine Tugend

 

Mein Weg als Veranstalter begann auch aus einer Not.

Erst spielte sich mein Auftritt als DJ ausschließlich im Inet und Web-Radio ab. Anfang 2011 wurde ich Resident und später auch Admin des Web-Radio Sender "Sthoerbeatz Radio Germany" und dem daran gekoppelten Board "Hardtekk4life". Ich organisierte mit meinem Kollegen StonyXXL zig Radioshows mit vielen Internationalen Acts und war selbstverständlich auch Teil der Shows. Durch die Kontakte die sich dadurch ergaben und die Erfahrung die man dabei sammelte, war der Weg als Veranstalter geebnet. Es fehlten nurnoch 2 Dinge. Ein Konzept und das passende Umfeld welches mitzieht.

Hardtechno ist nicht gleich Hardtechno war mein Gedanke, als ich merkte dass der Kontrast innerhalb der Genre „Hardtechno“ extrem groß ist. Der Kontrast definiert sich aber eher über das Tempo, als über den Style, denn vom Style her ist alles extrem hart. Das Tempo macht den unterschied zwischen gefallen und nichtgefallen. Da ich von Anfang an eher alles über 170 BPM bevorzugte, dies hier in Deutschland aber eher unbeliebt ist und Partys mit diesem Tempo oft mit Core Elementen befleckt sind, fehlte es meiner Meinung nach auf Lokaler Ebene an der passenden Party Reihe. Da war das Konzept. Eigens als Radio Show geplant war das Abriss Gewerbe in Gedanken präsent. Fehlte nurnoch das Umfeld.

Dies kahm postwendent auf mich zu in Form von Denger und DJ Sope. Es brauchte nicht lange bis man beschlossen hatte was Eigenes auf die Beine zu stellen. Die erste Party, welche beinahe "Harte Schiene" gehießen hätte, da wir fast das Gleiswerk in Düsseldorf als erste Location für uns verbuchen konnten, wurde nach der Absage vom Gleiswerk und der damit verbundenen Neuorientierung zum Abriss Gewerbe. Da ich den Name sowie Konzept und sogar den ersten Flyer schon in petto hatte, wurde dieses Fertige Paket dankent übernommen.

Als Location hatten wir ein Vereinsheim auf einer Schrebergarten Anlage und das Motto war "Abriss Gewerbe - irgendwo in Düsseldorf". Die Party war ein dermaßender Erfolg, dass wir von den tausenden Euro Gewinn sofort ...... nein quatscht ... wir hatten trotz freiem Eintritt lediglich nur Einen einzigen Gast, der auchnoch zufällig vorbei gekommen war. Dan Solo !!! daher ist er auch mit Recht unser "Man der ersten Stunde"

Nach der Ernüchterung folgte der Drang zum Weitermachen. Was draus geworden ist, sollte für jeden ersichtlich sein. Das Abriss Gewerbe hat sich nicht nur Lokal etabliert, sondern findet National sowie International Partner für Veranstaltungen. Die Fanbase ist groß geworden und zeigt dass sich auch extreme Partys im Hardtechno Bereich ohne Core Einflüsse in Deutschland durchaus machen lassen.

100% Hardtechno / 100% Underground

Jetzt kommt er doch, der Werbetext!

Nelson Katzer "Digital-Mixing-Artist" ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Hardtechno Szene, der mit seinem ganz eigenen Stil zu begeistern weiß. Ob als Resident und Veranstalter in Clubs wie der Klangfabrik (Viersen) und dem Mikroport (Krefeld), oder als Act, gebucht auf großen nationalen Partys wie der Hard Impact, Code Red oder Hart aber Herzlich, treibt er in Clubs wie dem U60311, der Klangfabrik, dem Mikroport und dem Butan sein Unwesen. Meist als finisher gebucht, versteht er es wie kein Zweiter mit seinem brutalen Sound, den letzten Funken Energie aus der Party-Crowd raus zu quetschen.

Auch seine eigenen Partys wie das Abriss Gewerbe sind Motor für die Szene und sorgen seit 2011 dafür, dass die Hardtechno Szene wieder ein Stück größer und geiler geworden ist.

Getreu seinem Motto "Musik ist Kunst! Die größte Kraft der Kunst ist die Freiheit des Gestaltens." ist er stets bedacht, außerhalb der Normen für geile Partys und ausrastende Gesichter zu sorgen.